Baubericht der Mahagoniyacht 5hoch5

Am Anfang steht immer die Herstellung der Spanten. Die Formen können meistens dem Plan abgenommen werden. Was dringend zu berücksichtigen ist, ist die vorgesehen Plankenstärke. Diese muss, in diesem Fall 2mm, dem Spantenriss abgezogen werden.

Spanten

Hier ist das ausgerichtete Spantengerüst auf einem absolut geraden und soliden Baubrett zu sehen.

Spantengeruest

Die Balkenweger sind in den dazu vorgesehenen Aussparungen der Spanten verklebt. Die Beplankung beginnt beim Knick, die Zierleiste aus Ahorn wird als Erstes angebracht. Durch die Kanten im Rumpf ist das Modell eher schwierig aufzubauen.

Balkenweger

Das abgeschrägte Heck ist ebenfalls bereits mit Ausschnitten in der Spanten integriert, so dass die Balkenweger schon eingepasst und verklebt werden können.

Balkenweger_Heck

Im Bugbereich müssen die Balkenweger zu einem Spitz geschliffen und zusammengefügt werden. Jetzt kann mit dem Beplanken begonnen werden.

Balkenweger

5 Plankenpaare liegen verklebt auf den Spanten. Als Klebstoff verwende ich wasserfesten Holzleim. Die Planken müssen im Bug und Heckbereich entsprechend des jeweiligen Spantenumfangs verjüngt werden. Am grössten Spanten werden die Anzahl Planken ermittelt.

5er_Plankengang

Danach kann bei jedem Spanten der Umfang abgenommen und die entsprechende Plankenbreite berechnet werden. Mit Hilfe einer Plankenschablone und einer Spannvorrichtung für die Planken werden dann die einzelnen Plankenpaare gehobelt und geschliffen. Nach dem Zurichten müssen die Planken noch mit dem Schleifklotz an die entsprechenden Schrägen angepasst werden, so dass immer die volle Leimfläche zur Verfügung steht. Es sollte möglichst keine Luft zwischen den Planken liegen.

Hobeln

Im Heckbereich musste ich "Hilfsleisten" einsetzen, welche mir die Richtung des unteren Knicks zeigten. Die Planken sind in diesem Bereich sehr schmal, und mussten speziell angepasst werden. Das Ziel ist eigentlich immer, alle Planken durchgehend vom Heck bis zum Bug zu haben. Bei diesem Riss geht das allerdings nicht, da musste ich gewisse Kompromisse eingehen.

Heck

Es liegen 15 Plankenpaare, ein grosser Teil der Beplankung ist geschafft, und damit auch eine grosse Herausvorderung. Es muss ein gerader Plankenverlauf zum Knick gelingen, da ansonsten die Verformung der einzelnen Planke zu stark wäre, wenn diese über einen Knick laufen würde.

15er Plankengang

Ab diesem Punkt muss nochmals eine neue Plankenschablone hergestellt werden, um den Rumpfboden schliessen zu können. Hier sieht man die Ausarbeitung des Buges, für mich eine der schönsten und beeindruckenden Stelle eines entstehendes Bootsrumpfes, wunderschön...

15er Plankengang

Hier sieht man den geraden Plankenverlauf zum Knick hin, so dass die Planken für den Rumpfboden nicht mehr so stark verdreht werden.

15er Plankengang

Die letzten Planken werden mit Klebeband fixiert und aneinander gepresst.

18er Plankengang

Der Rumpf ist fertig beplankt und geschliffen.

Geschliffen_1

Die Kanten sind recht schwierig gerade zu schleifen, das ist mir leider nicht 100% gelungen.

Geschliffen_2

Das Heck

Geschliffen_3

Die Ahorn - Zierleiste

Ahorn Zierleiste

Die fertige Rumpfschale wird jetzt mit einem feinen 49er Glasgewebe beschichtet. Das Gewebe wird mit Epoxydharz aufgetragen und verschwindet nach dem Tränken mit Harz vollständig und wird unsichtbar. Nach dem Aushärten des Epoxys wird der Rumpf mit 5 Schichten 2K Polyurethane Lack beschichtet, mit 1200er Schleifpapier nass geschliffen und anschliessend poliert.

Beschichtet